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Auszug aus dem Buch „Fluch der Kindheit" eine Lebensgeschichte der Autorin
(Judith Dagota)

Unsere erste Bootsfahrt


„  ........Winkend und laut rufend standen Judith, Max und Toni wenige Tage später am Ufer der Elbe, um den Vater in seinem neu gekauften Boot in Empfang zu nehmen.         
Natürlich ließ auch die erste gemeinsame Fahrt nicht auf sich warten. Der Mond erinnerte zwar daran, dass die Kinder bald ins Bett gehörten. Doch eine kurze Mondscheinfahrt auf der Elbe war einfach zu verlockend. So stiegen denn alle in das kleine Boot und ab ging die Fahrt. Nach einem kurzen von lebhaftem Kreischen begleiteten Wende - Manöver fuhr Kay mit dem Boot zunächst stromaufwärts. „ Dann sind wir bei der Rückfahrt schneller wieder zu Hause. Denn  gegen die Strömung muss sich der Motor ganz schön quälen, " erläuterte Kay  seine Handlungsweise. Nachdem sich der Kahn mühselig drei km stroman gekämpft hatte, wendete der Vater zur Talfahrt. Durch den vom eigenen Motor produzierten Wellengang hopste das leichte Holzboot munter bald pfeilschnell werdend, stromab. „Schade! Jetzt sind unsere Wellen alle.- Aber guckt mal! Dahinten kommt ein großer Tanker! Der wühlt doch das Wasser immer besonders doll auf, da kommen bestimmt ganz fetzige Wellen! " ,rief das
begeisterte Mäxchen. Schneller als erwartet, kamen sich das riesige und das winzige Fahrzeug näher. Mit weit aufgerissenen Augen schauten die Vier auf den gewaltigen und monströsen Dettmar Tanker.
Judith rief ängstlich : „ Kay du bist zu dicht an diesem Riesenkahn,  du musst ihm mehr Platz machen! " -  „ Weiter ans Ufer kann ich nicht, sieh doch wie er vom Ufer das Wasser weg saugt! " Judith rief: „ Du meine Güte, von Weitem sieht das immer so harmlos aus, hoffentlich saugt der uns nicht unter sich! " Kay beruhigte seine Familienmitglieder. Doch so ganz ruhig wirkte auch er nicht. Endlich war das Monster vorbei; und nun türmte sich vor dem kleinen Kahn eine schäumende Wellenpracht. Laut jauchzten die Kinder als die erste Hürde genommen war. Doch die Freude wich sehr schnell abermaligem Herzklopfen. Das winzige Boot begann zu springen wie ein störrischer Esel. Immer höher hinauf und tiefer hinab hopste der kleine Kahn. „Haltet euch fest, jetzt kommt die größte Welle! Dann ist das Schlimmste überstanden, " spornte der Käpten seine Familie an. Eine riesige Bugwelle schlug über das Verdeck ins Boot hinein, benetzte die Insassen und entriss Judith einen lauten Schrei: „ Au, mein Kopf! " Nicht gerade zärtlich war eine Deckenverstrebung mit ihr in Kontakt getreten. Noch völlig aufgelöst schauten alle auf die Mutter, welche sich mit schmerzlich verzogenem Gesicht die schnell wachsende Beule rieb. Ihre drei „ Männer " wollten sich schier ausschütten
vor Lachen.
„ Lacht nicht über mich, guckt lieber links zum Ufer! Wir sind nämlich fast zu Hause, " maulte Judith daraufhin. Und dann, fast wie aus einem Mund erklang es: „ I - was ist denn das? Wasser im Boot! Unser Kahn ist leck! " Judiths Beule hatte völlig das Interesse verloren. Mit Büchse, Schwamm und den hohlen Händen schöpften alle vier das stetig steigende Wasser aus ihrem Kahn.
„ Max, hier nimm meinen Schwamm, da bekommst du mehr mit raus. Ich lenke jetzt das Boot ans Ufer, " wandte Kay sich an seinen Großen. Und mit Vollgas steuerte der in Seenot geratene Sportbootfahrer seine wasserdurchlässige Jolle ans nahe Ufer.
„Na, das ist ja noch einmal gut gegangen, " meinte Klein - Toni und der Papi fügte hinzu „ Hoffentlich hat der Tanker mit seinem starken Wellengang nicht zu großen Schaden angerichtet! Es ist eben kein neues Boot mehr. Na, morgen sehen wir mehr. "  
Doch das war ein Trugschluss. Sie sahen nichts - das Boot war weg! Verdutzte Blicke suchten den Strand ab.
Und gleich beratschlagten die Kinder, ob es geklaut oder abgetrieben sei. „ Nichts dergleichen, " sagte der Vater. Ich sehe nämlich die Bootsleine. " Und Judith fügte hinzu : „Und die ist straff! Du meine
Güte, das Boot liegt auf Grund! "
So sehr sie sich auch mühten, ihr kleines U- Boot bewegte sich keinen Meter vorwärts.
 

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