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Die Guaifenesintherapie

Entsprechend der neuesten Erkenntnisse scheint Fibromyalgie vererbbar zu sein. Das lässt auf einen Gendefekt schließen. Erfahrungen besagen, dass die Krankheit aber häufig erst bei extremer körperlicher oder psychischer Belastung zum Ausbruch kommt. Dies würde die relativ wenigen Erstdiagnosen der Krankheit im Kindesalter und auch jenseits des 65. Lebensjahres erklären. Bis jetzt ist die Krankheit noch nicht heilbar. In Deutschland werden nur Therapien zur Schmerzlinderung und zum besseren Umgang mit dieser Erkrankung durchgeführt. Ein Fortschreiten der Krankheit wird dadurch nicht verhindert. In der Endphase der Fibromyalgie hat sich eine umfassende Arthrose entwickelt, die auch im Röntgenbild bestätigt wird, während vorhergehende Labortests keine verwertbaren Befunde aufzeigten.

Sicher ist dies für die Fibromyalgiepatienten eine niederschmetternde Nachricht.
 

Dennoch liegt kein Grund zum Verzagen vor. Denn es gibt bereits eine Therapieform und mit dieser Therapie hat der amerikanische Arzt Dr. Amand, welcher selbst von der Fibromyalgie betroffen ist, sich und über 8 Tausend Patienten Schmerzfreiheit und neue Lebenskraft zurückgebracht. Diese Therapie ist leider wegen einiger Unzulänglichkeiten und Fehler innerhalb einer wissenschaftlichen Studie noch nicht wissenschaftlich anerkannt worden. Doch die vielen positiven Ergebnisse der Therapie sprechen für sich. Sie können sich dazu Ihre eigene Meinung bilden, denn wir hängen hier die Krankengeschichte der Krankenschwester Frau Jutta B. an. Weitere Krankengeschichten können Sie in unserem Forum nachlesen.

 

Doch diese Therapie ist nicht einfach, zumal die deutschen Ärzte noch keine Erfahrungen dazu vorweisen können. Wenn man also die Guaifenesintherapie durchführen möchte, so kommt man nicht umhin, sich persönlich sehr intensiv über das Durchführen der Therapie zu informieren. Konkrete Hinweise dazu können Sie sich von der Homepage der ebenfalls Betroffenen Hebamme Dora Maier www.guaifenesin.de kostenlos kopieren. Außerdem besteht auf ihrer Homepage auch die Möglichkeit, das Buch zur Guaifenesintherapie von Dr. Amand in deutscher Erstausgabe in der Übersetzung durch Damaris Maier (ebenfalls eine Betroffene und Tochter von Dora Maier, zur Zeit wegen eines Medizinstudiums in Amerika wohnhaft ) käuflich zu erwerben.
 

Falls Sie sich für diese Therapie entscheiden, so müssen Sie wissen, dass Sie die Therapie in Deutschland nur in Eigenverantwortung durchführen können. Ärzte, Apotheken ( in denen Sie das Guaifensin preiswerter als Ihre jetzt benötigten Schmerzmittel und Zusatztherapien bekommen ) und auch wir können Ihnen nur Hinweise geben, distanzieren uns aber von jeder möglichen Schadensbeanspruchung.

 

Wenn Sie sich entschlossen haben sollten, doch rasch mal die Therapie zu versuchen, um festzustellen, inwieweit unsere Aussagen zutreffen, so müssen wir Ihnen sagen: So funktioniert es nicht!
 

Denn die Wirkungsweise der Guaifenesintherapie ( Umfassende Hinweise zum Wirkstoff Guaifensin können Sie im Forum nachlesen ) beruht auf eine allmähliche, aber ständig durchzuführende Ausschwemmung der Schadstoffe, da der Körper von Fibromyalgieerkrankten auf Grund des Gendefektes nicht in der Lage ist, bestimmte lebenslang eingelagerte Schlackestoffe wieder selbständig über die Nieren auszuscheiden.
 

Das Guaifenesin bewirkt diesen Ausscheidungsprozess. Doch nun muss der Körper zunächst die vielen jahrzehntelang angesammelten Schlackestoffe ausschwemmen. Und das bedeutet für den Betroffenen nach ganz kurzer schmerzarmer Anfangsphase, dass sich die Schmerzen zunächst verstärken. Aber allmählich kommt die verlorengegangene Kraft zurück, die schwer erträgliche Energielosigkeit verringert sich merklich. Nach etwa einem Jahr ständig durchgeführter Guaifenesineinnahmen zeigen sich bei den meisten Patienten schon nennenswerte Erfolge. Je nach Ausbruch der Erkrankung und nach dem Alter der Fibromyalgiekranken kann diese Umkehrphase zwischen einem und fünf Jahren liegen. Wobei wie wir wissen, Ausnahmen die Regel bestätigen. Als Ergebnis dieser Ausschwemmung haben Sie keine nennenswerten negativen Beschwerden mehr, obwohl der Gendefekt natürlich immer noch besteht. Da unser Körper aber auch weiterhin täglich Schlackestoffe ansammelt, darf auch jetzt die Therapie nicht beendet werden, ansonsten wäre der alte Zustand mit Ablagerungen und Schmerzen sehr schnell wieder erreicht. Doch noch wichtig für Sie zu wissen, ist, dass durch die Ausschwemmung das Endstadium der Fibromyalgie mit der Herausbildung einer nicht mehr rückläufig zu beeinflussenden Arthritis verhindert wurde.
 

In unserem Forum finden Sie viele Hinweise zum Therapieverlauf und was Sie dabei unbedingt beachten müssen, um die Ausschwemmung nicht zu blockieren.

 

FMS- KRANKENGESCHICHTE von JUTTA B. geb. am 10.12.1967 Deutschland

m bei den vielen Symptomen der Fibromyalgie das Ganze einigermassen übersichtlich zu halten, werde ich die einzelnen Symptomgruppen getrennt beschreiben:
 

Wie alles begann, wie es sich entwickelte und wie es jetzt, aktuell, unter der Behandlung mit
 

GUAIFENESIN ist.
 

ZENTRALES NERVENSYSTEM
 

Wenn ich zurückdenke, litt ich bereits während meiner Ausbildung zur Krankenschwester (1991-1994) unter Stimmungsschwankungen. Damals dachte ich, es wären zyklusbedingte Hormonschwankungen, da ich auch Zeiten hatte, in denen es mir psychisch wirklich gut ging.
 

JOHANNISKRAUTKAPSELN halfen eine Weile.
 

An Erschöpfung kann ich mich nach dem Examen ( ab September 94 ) bereits an meiner ersten Arbeitsstelle erinnern. Teilweise war ich so fertig, dass ich auf dem Heimweg anhalten und erstmal schlafen musste, weil das Autofahren zu gefährlich war.
 

Und nach Feierabend lag ich nur noch auf dem Sofa und schaffte es gerade noch, das Notwendige zu erledigen.
 

Aber die Erschöpfung und Depressionen nahmen im Laufe der Zeit immer mehr zu, dazu kamen Lustlosigkeit und Antriebsschwäche.
 

Irgendwann gab es dann keine guten Phasen mehr, und im Winter 2000/2001 war ich einem so tiefen „Loch“, dass ich wirklich lebensmüde war und so nicht mehr weiterleben wollte. (Eigentlich war ich mit meinem Leben so ganz zufrieden und konnte mir überhaupt nicht erklären, warum ich so depressiv war.)
 

Ich bin dann im April 2001 zu meinem Hausarzt gegangen und habe mir ein Antidepressivum (FLUXET 20mg ) verschreiben lassen. Als das Medikament zu wirken begann, ging es mir wieder insofern besser, dass ich wieder Freude am Leben hatte.
 

Im Juli 2001 begannen dann die Störungen von Konzentration und Erinnerung. Ausserdem war ich ständig sehr müde und hatte von da an auch Schlafstörungen. (Es wechselten Phasen mit viel Schlaf, der aber nicht erholsam war, mit Nächten, wo ich hellwach war und gar nicht schlafen konnte. Danach kam regelmässig eine Phase, wo ich mehrere Nächte nur wenige Stunden schlafen konnte und zwischendurch immer wieder wach wurde. Ausserdem hatte ich ständig schlimme Alpträume, was ich von früher her überhaupt nicht kannte - zuvor war der Schlaf tief und traumlos gewesen.)
 

Für kurze Zeit habe ich SAROTEN 10mg zur Nacht eingenommen, aber der einzige Effekt war eine sehr unangenehme Mundtrockenheit; für den Schlaf und gegen die Alpträume brachte es keinen Erfolg. Deshalb habe ich es dann wieder abgesetzt.
 

Ich habe dann bis zum April 2003 weitergearbeitet, solange, bis ich dermassen erschöpft war, dass der „Akku“ einfach leer war und ich kräftemässig am Ende war. Von den „Blackouts“ her konnte ich dann auch der Verantwortung an der Arbeit nicht mehr gerecht werden. Es war direkt angsteinflössend!! Mir sind z.B. Dinge nicht mehr eingefallen, die ich eigentlich wusste. Ich konnte nicht mehr sicher sein, was ich erledigt hatte und was nicht. Alles war so „im Nebel“, dass ich auch nicht mehr richtig reagieren konnte und Sachen vergessen habe. ( Ich habe gedacht: So muss sich jemand mit Alzheimer zu Beginn seiner Erkrankung fühlen !! Wenn man merkt: Mein Kopf lässt mich im Stich, und ich bin nicht mehr ich selbst. )
 

Auch als ich dann krankgeschrieben und zu Hause war, ist es weiter schlechter geworden. Die Belastbarkeit wurde immer geringer.
 

. Schliesslich konnte ich noch insgesamt ca. 2 Stunden pro Tag etwas tun, aber selbst die „normalen“ Dinge (z.B. Kochen und Duschen ) waren dermassen anstrengend, dass ich mich danach erstmal hinlegen musste. Das Autofahren habe ich auf das Allernötigste beschränkt, weil es wegen der Müdigkeit und der fehlenden Konzentration einfach viel zu gefährlich war.
 

Im Juli 2003 habe ich dann von der Therapie mit GUAIFENESIN erfahren und gleich damit begonnen. Im September 2003 hatte ich dann die für mich richtige Dosis ( 3000mg ) erreicht, und nach den Phasen zu Beginn mit einer Verschlechterung aller Symptome ging es stufenweise wieder aufwärts.
 

Heute, im Juni 2004, habe ich wieder einen „klaren Kopf“, kann mich problemlos konzentrieren und fühle mich beinahe wieder wie früher, bevor die Beschwerden begannen. Der Schlaf ist wieder erholsam und ohne Alpträume. Auch längere Autofahrten mache ich wieder gerne, ohne dass es mich übermässig anstrengt.
 

Ich bin zwar teilweise noch etwas erschöpft und brauche dann viel Schlaf, aber im Vergleich zu dem , wie es schon war, zählt das beinahe nicht! Körperlich bin ich wieder wesentlich belastbarer; psychisch hinkt es noch etwas hinterher. Aber das macht mir keine Sorgen, da ich weiss, dass die ältesten Symptome am längsten brauchen, bis sie komplett verschwinden. Generell habe ich aber schon viel mehr Energie und dadurch Freude an ganz normalen Dingen, die vorher nur anstrengend waren. FLUXET 20mg möchte ich die nächsten Monate noch weiternehmen und dann absetzen, wenn ich psychisch ganz stabil bin.
 

( NACHSATZ: Das hat geklappt und die Einnahme wurde Ende 2004 ausgeschlichen und beendet.)

 

MUSKULOSKELETT
 

Nennenswerte Probleme gab es nicht, bis ich im Februar 2001 durch einen Autounfall ein HWS-Schleudertrauma bekam. Nach einigen Wochen Krankengymnastik hatte ich jedoch kaum noch Beschwerden. Im Juli 2001 dann begannen erneut plötzlich Schmerzen; zunächst im Hals- und Schulterbereich, dann aber in sämtlichen Gelenken. Damit ich überhaupt arbeiten konnte, nahm ich PARACETAMOL 500mg- Tbl und VIOXX 25mg-Tbl erst bedarfsweise, dann ständig ein. Da VIOXX zu schwach war, stellte ich nach kurzer Zeit auf CELEBREX 200mg-Tbl um. Bis zum Januar 2002 hatte ich dann brennende Schmerzen am ganzen Körper, wobei die besonders schmerzhaften Regionen von Tag zu Tag wechselten.
 

In der Rheumaambulanz in Tübingen wurde mir die Diagnose FIBROMYALGIESYNDROM gestellt. Ich war dann 6 Wochen krankgeschrieben, und es wurde mit TRAMAL RETARD begonnen; zu Beginn 200mg/ Tag.
 

Doch die Schmerzen nahmen ständig zu; im Sommer 2002 habe ich auf 300mg täglich erhöht, und im Herbst 2002 war ich dann bei der Maximaldosis ( 400mg/Tag ) angelangt, dazu noch 2g PARACETAMOL pro Tag.
 

Die Schmerzen waren damit nur so gelindert, dass sie erträglich waren. Ich hatte zeitweise so starke Verspannungen in der rechten Hüfte, dass ich beim Laufen gehinkt habe. Die Kaumuskulatur war manchmal so angespannt, dass das Essen und Schlucken sehr schmerzhaft war. Dazu kam noch ein Kraftverlust in den Händen. ( An der Arbeit merkte ich das daran, dass ich für alle möglichen Dinge Klemmen zur Hilfe nehmen musste. Daheim z.B. brauchte ich einen Spezialdosenöffner. Beim Cellospielen konnte ich irgendwann dann den Bogen nicht mehr halten und nicht mehr richtig greifen.)
 

Nach dem Beginn mit GUAIFENESIN im Juli 2003 und der richtigen Dosis ab September 2003 hatte ich ca. 6 Wochen lang (mit kurzen besseren Stunden dazwischen) fast unerträgliche Schmerzen.
 

Danach ging es Schritt für Schritt, mit schlechteren Phasen dazwischen, aufwärts. Ab Oktober 2003 habe ich das TRAMAL ausgeschlichen und dann beendet, und im November 2003 auch das PARACETAMOL abgesetzt.
 

Heute, im Juni 2004, bin ich überwiegend schmerzfrei bis auf kürzere Phasen (Stunden/ Tage ) mit leichteren, örtlich begrenzten Beschwerden (z.B. nur am Knöchel oder Rücken). Aber diese Schmerzen sind so leicht, dass ich nicht mehr zuordnen kann, ob sie ganz „normal“ durch körperliche Belastung oder aber noch im Umkehrprozess durch die Therapie bedingt sind. Die Kraft in den Händen ist zwar noch nicht so wie früher, aber bereits um einiges besser. Das merke ich ganz deutlich im Haushalt und am Arbeitsplatz ( ich brauch keine Hilfsmittel mehr) und auch beim Cellospielen!
 

( NACHTRAG : Inzwischen bin ich komplett beschwerdefrei, und die Kraft ist wieder voll da.)
 

MAGEN-/DARMTRAKT
 

Im Jahre 1999 etwa, soweit ich mich zurückerinnern kann, Beginn von Magenschmerzen mit Sodbrennen, Krämpfen, Völlegefühl und Appetitmangel. Ausserdem ständige wässrige Durchfälle ( unterbrochen durch kurze Phasen mit Verstopfung ), starke Blähungen und schmerzhafte Darmkoliken. Diese waren von Übelkeit und Kreislaufstörungen begleitet.

 

Im November und Dezember 1999 war ich dann krankgeschrieben wegen körperlicher Schwäche, bedingt durch Gewichtsverlust bei starkem Appetitmangel. Zusatzernährung mit FRESUBIN-TRINKNAHRUNG half etwas.
 

Im Oktober 2000 liess ich dann eine Magen- und Darmspiegelung machen zur Abklärung, doch alles war ohne Befund.
 

Im Frühjahr hatte ich dann erneut Probleme mit Gewichtsabnahme und Schwäche; der Behandlungsversuch mit einem Neuroleptikum (RISPERDAL) zum Appetitsteigern war erfolglos, aber die Nebenwirkungen erheblich. Deshalb wurde es bald wieder abgesetzt.
 

Nach dem Beginn mit GUAIFENESIN vom September bis Dezember 2003 mehrere Phasen mit starken Darmkrämpfen und viel wässrigem Durchfall, Völlegefühl, Übelkeit und Widerwillen gegen das Essen.
 

Heute, im Juni 2004, habe ich keine Magenbeschwerden mehr. In den leicht depressiven Phasen ist der Appetit noch nicht so gut. Der Stuhlgang ist teilweise bereits wieder normal, teils habe ich noch leichte Durchfälle, aber kaum noch Blähungen und keine Darmkoliken mehr.
 

( NACHTRAG: Inzwischen bin ich komplett symptomfrei.)

 

UROGENITAL-TRAKT
 

Von Beginn der Pubertät ( ab ca. 1981 ) an hatte ich eine stark schmerzhafte Regelblutung, wobei die Beschwerden im Laufe der Jahre ständig zunahmen. ( Prämenstruelles Syndrom mit Schmerzen schon tagelang vor dem Menstruationsbeginn und wehenartige Krämpfe bei sehr schwacher Blutung.)
 

Ab ca. 1988 war dies nur noch unter Schmerzmitteln ( NAPROXEN-TBL) erträglich.
 

Bis zum September 2002 hatten die Symptome so zugenommen, dass die Schmerzen übermässig stark wurden. Ähnlich einem akuten Abdomen hatte ich einen aufgetriebenen, brettharten Bauch, so dass ich nicht mehr gerade aufgerichtet laufen konnte.
 

Zu diesem Zeitpunkt nahm ich ja sowieso schon regelmässig TRAMAL und PARACETAMOL in der Höchstdosis ein!
 

Ich liess mir also eine Bauchspiegelung machen, aber ausser leichten Verwachsungen war nichts zu sehen.
 

Darauf begann ich therapeutisch im Oktober 2002 mit STEDIRIL-TBL( der sogenannten „Mini-Pille“), was eine Linderung der Symptome brachte.
 

Nach Beginn der Therapie mit GUAIFENESIN im Juli 2003 traten zunächst eine Verstärkung aller vorhandenen Symptome sowie neue Beschwerden auf: Das Vulva-Schmerz-Syndrom, d.h. in meinem Fall Scheidenkrämpfe, Reizung der Schamlippen und starker Juckreiz ohne Vorliegen einer Pilzinfektion, ausserdem stark riechender Ausfluss. ( Selbst das Sitzen war manchmal schlecht möglich, und auch die Unterwäsche nur schwer zu ertragen.)
 

Des weiteren war auch die Blase betroffen: Stechender Uringeruch bei häufiger Blasenentzündung, Blasenkrämpfe und Störungen der Blasenentleerung, (d.h. kein Gefühl dafür, wann die Blase voll war, und teilweise Spasmen der Schliessmuskulatur, so dass ich zum Wasserlassen pressen musste.)
 

Im Februar 2004 habe ich dann das STEDIRIL abgesetzt, da die Menstruationsbeschwerden bereits deutlich besser wurden.
 

Heute, im Juni 2004, sind die Menstruationsbeschwerden nur noch so leicht, dass sie gut ohne Schmerzmittel erträglich sind.
 

Die neu aufgetretenen Symptome sind wieder komplett verschwunden.
 

Nur die Ausscheidungen ( Urin und Ausfluss ) riechen in schlechteren Phasen noch streng, bedingt durch die dann vermehrte Phosphatausscheidung.

 

HAUT
 

Abgesehen von der Schuppenflechte, die 1985 erstmalig auftrat, hatte ich früher keine Probleme. ( Von der Schuppenflechte waren immer nur kleine Hautpartien betroffen, und das auch nur unter Stressbelastung und begrenzte Zeit.)
 

Im Juni 2001 dann, parallel zu der generellen Schmerzentwicklung, begann auch die Haut zu brennen, zu jucken und zu kribbeln, schmerzte und wurde sehr berührungsempfindlich. ( Selbst die Kleidung oder eine leichte Bettdecke waren ein Problem. )
 

Unter der Therapie mit GUAIFENESIN trat zunächst eine Verschlechterung der vorhandenen Symptome ein, ausserdem zeigte sich neu eine Akne sowie ein stark juckendes, schmerzendes Analekzem.
 

Heute, im Juni 2004, sind die neuen Symptome wieder komplett verschwunden.
 

Die Haut ist nur noch in bestimmten Bereichen berührungsempfindlicher, jedoch nur auf Druck. ( Das sind dann solche Bereiche, in denen in der darunterliegenden Muskulatur noch deutliche Verhärtungen durch die Phosphatablagerungen tastbar sind.)
 

Die Schuppenflechte zeigt sich momentan etwas im Gesicht, wahrscheinlich stressbedingt durch den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben nach der langen Zeit zu Hause.


 

SONSTIGE SYMPTOME
 

Bereits als Kind litt ich häufig unter Migräne mit einer Aura aus Augenflimmern und Wahrnehmungsstörungen; während der Migräneattacken begleitet von starken Kopfschmerzen, einer hohen Empfindlichkeit auf Licht und Geräusche sowie Übelkeit.
 

Manchmal war monatelang nichts, und dann traten unter Belastung wieder gehäuft Migräneanfälle auf.
 

Seit dem Jahr 2000 hatte ich wieder vermehrt Migräne, und der mehrfache Versuch, einen Computerkurs zu absolvieren, erwies sich jedes Mal als Auslöser dafür.
 

Nachdem ich im Februar 2001 das HWS-Schleudertrauma hatte, kamen noch häufige Spannungskopfschmerzen dazu.
 

Ab dem Sommer 2001 entwickelte ich dann noch weitere unspezifische Symptome: Gleichgewichtsstörungen, Beinkrämpfe (besonders morgens beim Aufwachen ), ausserdem immer wieder Zittern der Hände (durch Erschöpfung und Schmerzen bedingt ).
 

Ich hatte des weiteren ständig eine verstopfte Nase, war geruchsempfindlich und hatte teilweise eine unnormale Geschmackswahrnehmung. Obwohl ich immer wieder kleine Mahlzeiten ass, hatte ich manchmal Heisshungerattacken mit niedrigen Blutzuckerwerten und Kreislaufproblemen.
 

Nach dem Behandlungsbeginn mit GUAIFENESIN verstärkten sich die oben beschriebenen Symptome zunächst; vor allem die Migräneanfälle und Spannungskopfschmerzen waren sehr gehäuft und teils schwer erträglich.
 

Jetzt, im Juni 2004, sind diese Beschwerden grösstenteils verschwunden. Die Heisshungerattacken treten nicht mehr auf, da Essen schmeckt wieder normal und die Nase ist frei.
 

Auch von den sonstigen Beschwerden ist nicht mehr viel übriggeblieben. Das Arbeiten am PC ist problemlos möglich, ohne Migräneattacken.

 

BERUFLICHER VERLAUF
 

Sommer 2001: Eine neue Stelle angetreten, zeitgleich ( noch während der Probezeit ) zügige Entwicklung vieler Symptome.
 

Januar 2002: Diagnosestellung; krankgeschrieben, danach Wiedereingliederung . Arbeitsvertrag auf 75% reduziert, keine Nachtwache mehr. Schon damals wurde mir vom Betriebsärztlichen Dienst gesagt, dass ich mit dieser Krankheit in meinem Beruf sicher nicht mehr lange arbeiten könne!
 

November 2002: Rehabilitation in einer Klinik, die u.a. auf Fibromyalgie spezialisiert war. Die Kur brachte keine Besserung, ich war im Gegenteil hinterher „urlaubsreif“. Ich hatte sie vor allem deshalb gemacht, weil ich gehört hatte, dass dies
 

die Voraussetzung für einen Antrag auf Umschulung wäre.
 

Januar 2003: Gespräch mit meiner Pflegedienstleitung wegen einer Versetzung auf eine leichtere Stelle, war aber nicht möglich.
 

Februar 2003: Antrag auf Umschulung gestellt.
 

Mai 2003: Genehmigung , doch zu diesem Zeitpunkt ging es mir schon so schlecht, dass ich eigentlich dazu gar nicht mehr in der Lage war.
 

August/Sept. 2003: Arbeitserprobung von der BFA aus. ( Eine echte Quälerei für mich, die nur mit viel Willenskraft durchzustehen war!! Die Beurteilung der BFA: Ich sei 8 Stunden belastbar und könne gleich mit einer Umschulung beginnen.
 

Ich habe dem natürlich widersprochen, weil es schlicht utopisch war. Daraufhin wurde ich gefragt, wie ich mir denn meine finanzielle Zukunft vorstellen würde? Ein Rentenantrag von mir würde sowieso abgelehnt, dafür wäre ich noch viel zu jung!)
 

Oktober 2003: Die BFA wollte definitiv wissen, ob ich noch in dem Jahr zu einer Umschulung bereit wäre. Darauf musste ich ablehnen, und da ich ja „ kein Interesse an einer Maßnahme“ hatte, wurde der Fall abgeschlossen.
 

April 2004: Nach 6 Monaten mit der richtigen Dosis GUAIFENESIN Wiedereingliederung in meinem alten Arbeitsbereich, Juni 2004: Wiedereingliederung erfolgreich abgeschlossen. Ich kann wieder eine normale Schicht arbeiten ( bei einem Arbeitsumfang von 75%) und fühle mich dabei so, als wäre ich gar nicht weggewesen!!
 

In die Arbeitsroutine habe ich mich erstaunlich gut wieder eingelebt.

 

ICH HABE MEINE KRANKENGESCHICHTE UND DEN ERFOLG MIT GUAIFENESIN EINFACH DESHALB SO DETAILLIERT BESCHRIEBEN, UM ANDEREN BETROFFENEN MUT ZU MACHEN!! AUSSER MIR HABEN SCHON VIELE ANDERE MIT ERFOLG DIESE BEHANDLUNG ANGEWANDT!!

 

Weitere ausführliche Krankengeschichten können Sie in unserem Forum nachlesen. Desweiteren stehen wir und unsere Forummitglieder Ihnen jeder Zeit zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung.

 

Das Forumteam der Seite www.contra-dem-schmerz.de


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