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Fibromyalgie - eine Krankheit mit bis zu 250 möglichen Symptomen


Folgende Thematik ist meinem Buch „Gefangen im Schmerz” entnommen:
( Judith Dagota)

Die aufgeführten Symptomenbereiche wurden innerhalb von Umfragen mit 150 Fibromyalgiebetroffenen entwickelt. Diese Aufstellung und die entsprechenden Ergebnisse der Auswertungen sind dem Buch „Gefangen im Schmerz” entnommen. Auch in diesem angefügten Kapitel werden sich die meisten betroffenen Leser wiederfinden.

„ Eine Krankheit mit bis zu 250 möglichen Symptomen

 
In diesem Abschnitt möchte ich eine Aufzählung der zeitweilig oder ständig auftretenden Symptome der Krankheit Fibromyalgie vornehmen. Unsere entsprechenden Umfragen dazu decken sich - von den derzeitig vorhandenen und uns bekannten Auflistungen von Symptomen zur Krankheit Fibromyalgie - mit denen des kalifornischen Endokrinologen Prof. Dr. Amand am konkretesten.

Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass die angeführten Symptome bei einer Umfrage von 30 Fibromyalgiepatienten bestätigt wurden, also bei mehr als 60% bis hin zu 100% unter den Gefragten vorhanden waren.

Hinweis:

Ich verzichte an dieser Stelle auf die ausführliche Darstellung aller rund 250 verschiedenen Beschwerden innerhalb der 40 Symptomenbereiche. Bei bestehendem Interesse kann auf das Buch „Gefangen im Schmerz“ zurückgegriffen werden.

  1. Rheumatische Beschwerden in Muskeln und / oder Gelenken

  2. Beschwerden an der Wirbelsäule

  3. Auffällige Erschöpfung, extreme Müdigkeit

  4. Magen/Leber/Galle-Beschwerden

  5. Verdauungsprobleme / Darm

  6. Harnblasen - / Harnleiter - / Nierenbeschwerden

  7. Vaginalbeschwerden

  8. Immunstörungen

  9. Schlafstörungen

10. Morgensteifigkeit /morgendliche Erschöpfung

11. Kopfschmerzen

12. Schwindel / inklusive Morbus meniere

13. Fibronebel

14. Depression / Trübsal

15. Augenprobleme

16. Verstopfte Nase / Nasennebenhöhlenentzündungen, Schnupfen

17. Ohrenbeschwerden

18. Mundbereich

19. Zahn- und Zahnfleisch - Kieferbeschwerden

20. Halsbeschwerden / inklusive Kehlkopf - und Schilddrüsenprobleme

21. Herzbeschwerden/ Kreislaufstörungen

22. Beschwerden in Händen, Füßen

23. Brennender Schweiß mit stechendem Geruch

24. Gesichtsschmerz

25. Hautbeschwerden

26. Tennisarme, Karpaltunnelsyndrom, Sehnenscheidenentzündungen

27. Reaktionen auf Wärme / Kälte, starkes Schwitzen

28. Allergien / Nahrungsmittelunverträglichkeit

29. Haare/Nägel

30. Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm

31. Angeschwollenes Drüsengewebe

32. Schmerzhafte Regelblutung

33. Vermehrte Beschwerden während der Schwangerschaft

34. Fehl- und Frühgeburten

35. Hypoglykämische Symptome

36. Starkes Anschwellen der Extremitäten

37. Wassereinlagerungen

38. Blockierungen von Wirbeln und Gelenken

39. Einblutungen in die Haut

40. Wetterfühligkeit

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Auswertung  zur Umfrage: Krankheitssymptome und die Häufigkeit ihres Auftretens

 Innerhalb einer Umfrage mit bis zu 150 Betroffenen kamen wir teilweise zu sehr interessanten und bisher in der Medizin wenig beachteten Erkenntnissen. Die gesamten Auswertungen werden hier nicht vorgestellt. Sie können im Buch "Gefangen im Schmerz" nachgelesen werden. Bei der vorliegenden Auswertung geht es um die Anzahl und Häufigkeit aller Symptome der Krankheit Fibromyalgie. Während noch 2007 in der gängigsten Literatur zu dieser Erkrankung von etwa 100-150 Symptomen gesprochen wurde, ergaben unsere Umfragen mit Betroffenen erheblich mehr, nämlich etwa 250 verschiedene Symptome.

Nach der Auswertung einer Umfrage mit 30 Teilnehmern möchte ich hier eine erste Aufschlüsselung zur Häufigkeit der oben genannten Symptomenbereiche aufzeigen.

Wie zu vermuten, wurde der Bereich: Rheumatische Beschwerden in Muskeln und/oder Gelenken am häufigsten genannt. Doch weitere 7 Symptomenbereiche folgten unmittelbar danach und belasteten die Gefragten ebenfalls extrem häufig und durch starke Beschwerden:

Auffällige Erschöpfung/extreme Müdigkeit....

Magen/Leber/Galle-Beschwerden....

Verstopfte Nase, Nasennebenhöhlenentzündungen, Schnupfen....

Reaktionen auf Wärme/Kälte, starkes Schwitzen....

Augenprobleme....

Morgensteifigkeit / morgendliche Erschöpfung.....

Mundtrockenheit / Brennen / übler Geschmack....

 

An diesen 8 Symptomenbereichen litten alle 30 Befragten.

 

Von weiteren 7 Symptomenbereichen wurden zusätzlich 29/30 Befragten belastet.

Beschwerden an der Wirbelsäule.....

Verdauungsprobleme / Darm....

Schlafstörungen.....

Depressionen / Trübsal.....

Fibronebel, Konzentrationsstörungen....

Harnblasenbeschwerden

Wetterfühligkeit

 

Weitere 28/30 Befragten litten zusätzlich noch an folgenden 14 Symptomenbereichen.

Kopfschmerzen, Migräne...

Immunstörungen....

Vaginalbeschwerden....

Hautprobleme.....

Zahnprobleme, Zahnfleischentzündungen.....

Tennisarme.....

Schwindel, Morbus meniere.....

Herzbeschwerden / Kreislaufstörungen....

Allergien / Nahrungsmittelunverträglichkeit...

Haare / Nägel

Halsbeschwerden....

Überempfindlichkeit auf Lärm, Licht

Gesichtsschmerz.....

Hypoglykämie.....

 

Weitere 27/30 Befragten litten zusätzlich unter folgenden 4 Symptomenbereichen.

Hautbeschwerden.....

Ohrenbeschwerden, Tinnitus....

Brennender Schweiß mit stechendem Geruch...

Wassereinlagerungen vor allem morgens....

Entsprechend dieser Umfrage müssten als häufigste Symptome des Fibromyalgiesyndroms mindestens 33 verschiedene Symptomenbereiche genannt werden.

 
Es ist also offensichtlich, dass Fibromyalgiepatienten von wesentlich mehr Symptomen belastet werden, als bisher angenommen bzw. durch Mediziner über Medien der Öffentlichkeit mitgeteilt wird.

Die Symptome machen außerdem deutlich, dass das Beschwerdebild dieser Krankheit längst nicht nur auf das Schmerzgeschehen hinweist, welches durch eine gestörte Schmerzwahrnehmung entstehen konnte. Bei diesem umfassenden Beschwerdebild muss mehr durcheinander geraten sein, als nur ein Schmerzgeschehen, welches sich verselbstständigt hat. 

 
Weniger als 20/30 Personen litten zusätzlich außerdem noch unter folgenden Symptomenbereichen.

Starkes Anschwellen der Extremitäten....

Beschwerden in Händen, Füßen

Angeschwollenes Drüsengewebe.....

Einblutungen in die Haut....

 

Folgende Beschwerden bzw. Auffälligkeiten wurden ohne Einordnung genannt:

Schmerzhafte Regelblutung

Vermehrte Beschwerden während der Schwangerschaft

Fehl - und Frühgeburten

Wenn wir von den oben aufgelisteten Symptomen ausgehen, dann werden diese 30 Fibromyalgiepatienten, die an der Umfrage teilnahmen, von mindestens 60 bis höchstens 250 wechselnden Beschwerden belastet, die wir oben in 40 Symptomenbereiche eingegliedert haben..

Eigentlich unvorstellbar, doch eben nur für Unbetroffene. Betroffene werden im Schnitt von 150-250 wechselnden, im fortschreitenden Verlauf der Fibromyalgie sogar von vielen STÄNDIGEN Beschwerden heimgesucht. Wen wundert es da, wenn einige Patienten depressiv werden?

Doch ich muss auch sagen: Wen wundert es da, wenn viele Ärzte als Unbetroffene diesem Riesenberg von wechselnden Symptomen nicht gewachsen sind?

Da es diesbezüglich keine umfassenden Fortbildungen für Ärzte zu geben scheint oder mitunter einfach aus Zeitmangel diese nicht wahrgenommen werden ( können?), befindet sich der derzeitige Wissensstand vieler Mediziner bezüglich der Symptome der Fibromyalgie unter dem Niveau ihrer Fibromyalgiepatienten. Doch gerade bei einer derart belastenden und eben auch unglaubwürdigen Krankheit benötigen wir Kranken im besonderen Maße das fachliche Wissen der Ärzte. Und genau so nötig brauchen wir auch deren Einfühlungsvermögen, sowie ihre helfenden und Trost spendenden Charaktereigenschaften, die ja einen Mediziner erst zum Arzt des Vertrauens machen.



5. Grundsätzlicher Verlauf der Krankheit Fibromyalgie        
    

Ich möchte zunächst eine Ablaufskizze der Erkrankung geben, wie sie in den meisten Fällen zu verlaufen scheint. Später werde ich anhand meines persönlichen Krankheitsverlaufes konkretere Fakten nennen.

1. Phase

Auftreten von einzelnen  Beschwerden, die Tage, Wochen - bis Monate lang anhalten und dann wieder abklingen. Dazwischen hat der Patient gute Zeiten, also keine Beschwerden. Typisch dabei ist, dass die ersten Symptome völlig unabhängig voneinander zu sein scheinen. Wenn überhaupt, so werden Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen aufgesucht.

2. Phase
Die Beschwerden lösen sich nun nicht mehr ab, sondern können auch nebeneinander bestehen. Der Patient wird laufend von anderen Beschwerden geplagt. (Aussage von Familienangehörigen: Du hast auch dauernd etwas anderes! )
Es gibt aber dennoch immer wieder gute Zeiten dazwischen, in denen der Fibromyalgiekranke sich gesund fühlt. Doch die „guten Zeiten " werden allmählich immer kürzer, die „schlechten Phasen " ständig länger. Der Kranke leidet bereits an chronischen Erschöpfungszuständen.

3. Phase / Vollbild der Fibromyalgie

Die Beschwerden verschwinden nicht mehr völlig, bleiben bestehen, neue kommen in immer kürzeren Abständen hinzu. Das Vollbild der Krankheit Fibromyalgie kann bis zu etwa 250 verschiedene Symptome umfassen ( wie bereits oben beschrieben ) . Diese können zwar kurzzeitig in der Stärke variieren, aber verschwinden nie völlig. Schlaf und Verdauung sind häufig extrem gestört. Die chronischen Erschöpfungszustände weisen
auf  eine schwerwiegende, den gesamten Körper umfassende Erkrankung hin. Der Betroffene fühlt sich ausgesprochen krank. Er verliert immer mehr an Kraft und Lebensmut.  Depressionen und weitere psychische Beschwerden ( Fibronebel ) belasten ihn extrem stark.
Körperliche und sportliche Betätigung, die in der 1. und 2. Phase noch möglich waren und ihm auch Linderung brachten, bringen ihn jetzt an den Rand seiner Belastbarkeit. Der Patient wird bettlägerig. Er kann nur unter schwersten Schmerzen und auffallender Kraftlosigkeit seinen persönlichen Bedürfnissen nachkommen.
Am Ende dieser Erschöpfungsphase leidet der Patient nachweislich unter Arthrose bzw. Arthritis der kleinen Gelenke. Die Zerstörungen sind nach derzeitiger Sicht nicht mehr umkehrbar. Nach den Aussagen von Frau Dr. D. Hoeck  ( Köln ) werden die Kranken in dieser Phase unbehandelt häufig von weiteren schwerwiegenden und lebensbedrohenden Krankheiten heimgesucht.

Spätestens nach diesen Aussagen wird deutlich, wie wichtig eine gezielte Therapie bei dieser Krankheit ist.

 


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